Druckschrift 
Der Genius V.d.D.K.z.g.U.u.H. : Malkastenstück in einem Aufzuge ; 50jähriges Stiftungsfest des Vereins der Düsseldorfer Künstler z. g. U. u. H. am 1. Juli 1894
Entstehung
Seite
24
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Kammerherr (zum Maler).

Sie elender Stümper! Lümmel!Majestätsbeleid'ger! Schurke!

Fürst.

Kammerherr, sagt mir die Wahrheit:

Diese Nase, ist's die meine?

Kammerherr.

Durchlaucht, nein, an Form und KlarheitHabt der griechischen Ihr eine.

Fürst (zum Maler).

Ha — wie konntet Ihr es wagen.

Solch Pamphlet in Oel zu pinseln?

Kammerherr.

Durchlaucht, laßt uns ihn verklagen,

Tief im Kerker soll er winseln.

Doch, weshalb wir ihn verachten.

Ist die Bosheit nicht allein;

Wenn wir seine Kunst betrachten.

Ist er auch erbärmlich klein.

Schaut nur an dort den Johannes,

Wie verzeichnet hier der Arm,

Das Gewand, wie schlecht liegt an es.

Und der Kopf erst, Gott erbarm.

Maler (zum Kammerherrn).

Eben priest Ihr in Ekstase,

Was Ihr in den Koth jetzt zieht,

(zum Fürsten, ihm einen Spiegel verhaltend)Und — mit Eurer Durchlaucht Nase —Schaut, vergleicht im Spiegelglase,

Ob sie Eurer ähnlich sieht.