Atelier eines Malers.
Maler (vor der Staffelei stehend).
Endlich nach so heißem Mühen,
Nach so Vielem, was mißlungen.
Zu Erfolges erstem BlühenHab' ich mich emporgerungen.
Als ich nach der Lehrzeit StrengeFrei begann mich umzuschauen,
Um im wilden WeltgedrängeEig'nem Compaß zu vertrauen —
Ach — wie lachte mir entgegenDa die junge Morgensonne,
Und auf leichten, glatten WegenIn beständ'gen Schaffens WonneDacht' ich mit bethörtem Sinne,
Daß ich Ruhm und Glück gewinne.
Doch, im eignen freien GleiseSelbst den Kampf des Lebens wagend.
Ohne Meisters strenge Weise,
Wie stand ich, mein Schicksal tragend,Rathlos bald und fast verzagend.
Doch, wenn's heut' mich beugte nieder.Morgen ward's aufs neu' bezwungen.
Und ich kämpfte immer wieder.
Und ich Hab' mich durchgerungen.
Und ich schätz' es mir zur Ehre,
Daß es war kein leichtes Spiel,
Nur gepaart mit Arbeits Schwere,
Kommt Begabung an ihr Ziel.
Jetzt bin ich in sich'rer Lage,
Ueberschritten ist die Grenze,