nende und Traumdeuter zum festlichen Objekt träu-merischer Erkenntnis wird, — und auch gegen diesenGedanken habe ich nichts einzuwenden: schon dar-um nicht, weil auch in ihm bereits ein Motiv auf-klingt, das eine bedeutende symphonische Zukunfthat. Voller instrumentiert und verständlicher wird eswiederkehren, denn ich müßte mich sehr täuschenoder gerade die Vereinigung von Subjekt und Objekt,ihr Ineinanderfließen, ihre Identität, die Einsicht indie geheimnisvolle Einheit von Welt und Ich, Schick-sal und Charakter, Geschehen und Machen, in dasGeheimnis also der Wirklichkeit als eines Werkes derSeele — oder, sage ich, gerade dies wäre das A und Oaller psychoanalytischen Initiation . . .
Auf jeden Fall: Entschließt man sich, einen Dichterzum Lobredner eines genialen Forschers zu ernennen,so sagt das etwas aus über den einen wie den anderen;es ist kennzeichnend für beide. Ein besonderes Ver-hältnis des zu Feiernden zur Welt der Dichtung, derLiteratur geht ebenso daraus hervor wie eine eigen-tümliche Beziehung des Dichters, des Schriftstellers zuder Erkenntnissphäre, als deren Schöpfer und Meisterjener vor der Welt steht; und das wiederum Beson-dere und Merkwürdige bei diesem Wechselverhältnis,diesem Einandernahesein ist, daß es beiderseits langeZeit ungewußt, im „Unbewußten“ blieb: in jenemBereich der Seele also, dessen Erkundung und Erhel-lung, dessen Eroberung für die Humanität die eigent-