169der Hertzens=Gesprächen.Sondern wann jemand warlich undwürcklich Verlangen hat / das Wort /den Bräutigam nemlich / zu küssen; dermuß so bloß / so frey / so starck / und so abge-schieden seyn von allen Zufällen der Dinge /daß er fast keine Wahl hat / es sey im ge-ringsten / oder im grösten; sondern daß er-wie es die Ewige Vorsehung auch mögtefügen / gäntzlich darinnen mit GOtt zu-frieden ſey:Und der Friede seines Hertzens muß kei-neswegs abhangen von dem Sinn oderMeynung der Menschen / oder von denZufällen (im äussern:] Sondern er muß /wie die Sachen auch immer stehen / überund durch alle Dinge / ohne Unterlaß trach-ten erneuert zu werden / durch das festeAnschauen und Vereinigung mit demWort; und hierin muß er in allem / in-wendig und außwendig / gesetzt und be-ständig verharren.3. Worzu ihm nöthig ist / daß er zu be-kommen trachte / ein weites / freyes / und ab-geschiedenes (r) Gemüt / welches keines-wegs bedränget ist; und daß er alle fremdeDin-(r) Seyd stille und sehet / 2c. Psal. 46.
Druckschrift
Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
Entstehung
Seite
169
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten