156Das XXXI Capitel—Dann die ewige Weißheit selbst / welchemächtiger / reicher / lieblicher / und herrlicherals alles ist / (*) gehet für ihm her-und zeiget ihm den schonsten und weitestenWeg; sie gehet mit ihm fort / führet undstärcket ihn trefflich auff dem Wege-folget ihm auch auff der Reise / undschützet ihn also von allen Seiten mit sichselbst / und führet ihn glücklich zum EndeDurch sie nimmt er in sich gefangen alleGedancken / Verstand / und Begierden / dieihr ungleich sind: ꝺurch ſie ſetzet er ein /liches Ding / das ihm begegnet / an derOrth / wo er es haben wil / und wohin ergehöret.dieNach ihr schickt er alle Dinge /damitbestreiten oder verhindern wollen.(wann sie können) sie mit ihr fechten undſtreiten mögen.Durch sie versammlet er offtmals alleseine Kräfften / und Begierden / innere undäussere Sinnen; und stellet dieselben gantzund völlig (von keinem Dinge gebundenseyende) vor dem Angesichtunveränderlichen GOttes dar / ausserZeit(*) Weißh. 7:12.
Druckschrift
Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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