154Das XXXI CapitelWas so dann in einem solchen gewircketwird / solches wird fest und gründlich seyn;so daß durch welche Begebenheiten er auchangefallen wird / so wird er allezeit / gleicheinem viereckigten Stein / auff seine ebeneSeite sicher niederfallen. Und wann er alsvollkommen ist in ihm selbst / so wird er auchvon keinen fremden Dingen beschädigwerden / sondern in allem Gewinn haben4. Aber solte er dann auch / weil er auffGOtt keinen Trost annimmt / deßwegewol ohne Herrlichkeit und ohne Trost blei-ben? Keines wegs /„solte das eine gerit„Herrlichkeit seyn / daß er die War„und die Liebe erkennet und nachfolget-„Oder welches noch mehr ist / daß„niger massen selbst die Liebe geworden„durch Theilhafftigmachung? Daß er be-„sitzet die Gleichförmigkeit des inwend„gen und aͤussern Menschen [mit GOtt?]„Daß er erhaben ist über alles / was in der„Welt und ausser GOtt ist / und weder„durch die Liebe / noch durch die Furcht ei-„nes einigen Geschöpffs gehindert oder„auffgehalten wird? Daß er endlich den„HErrn seinen GOtt dermassen liebet /„daß
Druckschrift
Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
Entstehung
Seite
154
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten