149der Hertzens=Gesprächen.sie anders Ihm getreu und keusch verblei-ben wird: daß sie nemlich durch seine Gna-de gut sey in sich / und die Gutheit selbst inIhme; warhafftig / friedsam / weiß / tugend-am / gerecht und selig in sich; und die War-heit / Friede / Weißheit / Tugend / Gerech-tigkeit und die Seeligkeit selbst in Ihme /nemlich durch die Göttliche Theilhafftig-machung / wodurch [solche Seelen] gleich-sam Götter sind. (d)14. Eine solche Seele / die so voller Lilienist / nöthiget billig den Bräutigam / daß (e)Er kommen sol in den Nuß-Gartemdaß Er sehe die Apfel=Bäume in denThälern / und schaue / ob der Wein-stock blühet: daß Er auch kommen solins blühende Feld und ins (f) grünendeBette / [nemlich] ins reine Hertz / in diegeschmückte Braut=Kammer; zu (g) denWürtz=Gärtlein; daß Er daselbstweyde in den Gärten / und Liliensammle; da der Bräutigam selbst ihreLilie ist / ihre Blume / ihre Reinigkeit / ihreZierde / und ihr köstliches Gewürtze.(d) Psal. 82: 6.(e) Hohel. 6: 10.(f) Cap. 1: 16.(g) Cap. 6: 1.
Druckschrift
Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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149
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