135der Hertzens=Gesprächen.unser erleuchteter verstand (der da alles sie-het in der Weißheit und Warheit) keineswegs zulässet: daß alsdann unser Gedächt-nüß / oder unser einfaltiges eingekehrtesAndencken / durch allerhand Vorwürffe /in etwa solte verdunckelt werden; und demzufolge lässt er auch nicht zu / daß der Willeoder die Hertzens=Neigung durch fremdeDinge beunruhiget werde.6. Wo wir dergestalt dem HErrn seinBildnuͤß rein und unbemahlet (h) darstel-len / so werden wir (i) entwircket / daß inuns nichts eigenes übrig bleibet.„Da macht Er uns Liebe auß der Liebe /„Warheit auß der Warheit / Weißheit„auß der Weißheit / und alles Gut auß„ihm selber.Da werden wir gebohren zu erwähltenSöhnen / angenommen in dem eingebohr-nen Sohn vom Vatter; dem wir von in-nen und von aussen / nach der Weise unsererGeringheit / gleichförmig worden sind.Das(h) d. i. Nicht besudelt mit fremden Gemähldenoder Bildern.(i) d. i. Durch die Göttliche Wirckung werdenwir loßgemacht, entblösset und abgeschieden vonuns selbst / von aller Eigenheit.
Druckschrift
Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
Entstehung
Seite
135
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten