114Das XXIX Capitelden und nichtes / nach der Neigung oderTrieb der Sinnlichkeit: dann wann wirHimmel und Erden / und alles was darin-nen ist und geschicht / anschauen / so wer-den wir keines wegs durch die Liebe eini-ges Dinges verführet / noch durch dieFurcht einiges Dinges beängstiget.5. Und solches kommt daher / weilen dasWort GOttes selbst / die höchste / ewigund unveränderliche Warheit / Weißund Gerechtigkeit (das in unserm GemüthHerr und Meister ist) die Finsternüssevertreibet / den Verstand erleuchtet /dermassen einiget / daß in dem einfaltigAnschauen kein zurückwenden oder reffesren ist / und (alsdann) die Verbindungund Umfassung unseres und seines A-geſichts (auf gewiſſe Weiſe) ohne Mi-tel geſchiehet.In welcher Vereinigung wir durch ih-alle Dinge / und auch Ihn selbst sehenworin Er auch sich selber (g) geniesset undsiehet durch uns; da Er selbst ist das Esicht / selbst der da gesehen wird / und selbstder da siehet. Daher es dann geschicht / daß(g) GOtt erleuchtet sich selbst in uns.
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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134
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