129der Hertzens=Gesprächen.Das XXVIII Capitel.Welches das Erbtheil ist / eines derarm am Geist ist / in diesem Leben.Mein Erbtheil in dieser Welt ist nichts—anders / und wird kein anderes seyn /und ich wil sonst nichts hoch achten / als ver-borgen / verachtet und der unterste zu seyn /so daß mich niemand suche / noch nach michfrage / oder vor mich Sorge trage; als anwelchem nicht viel gelegen ist / der nichthoch æstimiret wird / als ein armer undverächtlicher.Derhalben wil ich auß allen KräfftenNacht und Tag / von innen und von aus-sen / nach solche und dergleichen erwünschete Dinge / mit Wachsamkeit mich auß-strecken; damit wann sie kommen / ich siewillig annehme / als Dinge / die ich vorhinhon längst begehrete.2. Darum so laß ich die grosse Dingeden Grossen / den Gelehrten und Geehrten;ich vor mich wil nichts von solchen Dingenwissen / ich wil gern mit dem kleinsten undgeringsten zufrieden seyn / als der da nichtswerth
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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