Druckschrift 
Deutschland und die Deutschen :
(Vortr., gehalten in d. Library of Congress zu Washington im Juni 1945)
Entstehung
Seite
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aus den Augen läßt: eben hierin empfinden siepoli-tisch und werden fertig mit der Welt und mit sichselbst auf diese Weise. Ein solches auf Kompromißberuhendes Fertigwerden mit dem Leben erscheintdem Deutschen als Heuchelei. Er ist nicht dazu ge-boren, mit dem Leben fertig zu werden, und er erweistseine Unberufenheit zur Politik, indem er sie auf eineplump ehrliche Weise mißversteht. Von Natur durch-aus nicht böse, sondern fürs Geistige und Ideelle ange-legt, hält er die Politik für nichts als Lüge, Mord,Betrug und Gewalt, für etwas vollkommen und ein-seitig Dreckhaftes und betreibt sie, wenn er aus welt-lichem Ehrgeiz sich ihr verschreibt, nach dieser Philo-sophie. Der Deutsche, als Politiker, glaubt sich sobenehmen zu müssen, daß der Menschheit Hören undSehen vergeht dies eben hält er für Politik. Sie istihm das Böse, so meint er denn um ihretwillen rechtzum Teufel werden zu sollen.

Wir haben es erlebt. Verbrechen sind geschehen,denen keine Psychologie zur Entschuldigung verhilft,und am wenigsten kann es ihnen zur Entschuldigungdienen, daß sie überflüssig waren. Denn das waren sie,zur Sache gehörten sie nicht, Deutschland hätte sie sichschenken können. Seine Macht- und Eroberungsplänehätte es verfolgen können ohne sie. In einer Welt, inder es Trusts und Ausbeutung gibt, war schließlichder Gedanke monopolistischer Exploitierung alleranderen Völker durch den Göring-Konzern nicht ganz