161von der Nachfolge Christi.noch durch unsere Nachlässigkeit gar baldverlieren. Wir nehmen auch offt nichtwahr / daß wir inwendig so blind seynd.Offt thun wir Böses / und wann wiruns entschüldigen / thun wir noch böser.Zu Zeiten werden wir von Zorn und Un-willen beweget / das halten wir dann füreinen Eiffer.Kleine Dinge straffen wir an andern /und unsere grössere Fehler übersehen wir.Was wir von andern leyden / das einpfinden wir geschwind gnug / und achten esgroß; was aber andere von uns leyden,darauff geben wir nicht Achtung.Wer das Seinige wol und recht erwor-gete / der würde nicht hart von andern ur-theilen.Ein inniger Mensch setzet seineSelbst=Sorge allen andern Sorgen für;und der fleissig acht auff sich selbst hat /schweiget von andern leichtlich.Du wirst nimmermehr innig und an-dächtig werden / wo du nicht von fremdenDingen schweigest / und sonderlich aufdich selbst siehest.Wann du deiner selbst und GOttesganz
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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