100 Des II Buchs 5 Capitelbesitzet sie gewiß ein Mensch / der eines rei-nen Hertzens ist. Und so irgend TrübsalAngst und Noth ist / das weiß am bestenein böses Gewissen.Wie ein Eisen / das man in das Feuerleget / den Rost verleuret / und gäntzlichglüend wird / also wird ein Mensch / dersich gantz zu GOtt kehret / vondem Leib gleichsam außgezogen / und ineinen neuen Menschen verwandelt.3. Wann der Mensch anhebt lau undnachlässig zu werden / so fürchtet er gar einkleine Arbeit / und nimmt gern außwendi-gen Troſt an. Wann er aber vollkömmtlich anfähet sich selbst zu überwinden / undmännlich in dem Wege GOttes zu wa-deln / so schätzet er die Dinge gering / dieihm zuvor schwer dauchten.Das V Capitel.Von Betrachtung seiner selbst.Wir sollen uns selbst nicht zu viel trauen2weil es uns offt an Gnade und Ekänntnüß mangelt.Es ist ein kleines Licht in uns / das wirnoch
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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