Vor=Rede des übersetzers.das Licht und die Gnade / so nur zur Er-kanntnuͤß und Besserung seiner selbst ge-geben war / anwendet auf andere zu se-hen / und sich selbst zu vergessen / andere zubeurtheilen / wider andere zu eisern / anderezu wollen bessern und bekehren / da manindessen inwendig in seinem eigenen Elendund Verderben liegen bleibet / und meistunwissentlich; dann weil man so scharffund genau alles in andern sehen und rich-ten kan / so scheinets / ob hätte man selberso grosse Gefahr nicht / dabey hat man auchmanchen scheinbaren Vorwand / manmüsse sein Licht leuchten lassen / und seinPfund anlegen / man eifere vor die EhreGOttes / und wäre verpflichtet die Sündezu bestraffen; mercket aber nicht des Fein-des Absicht dabey / wie er nur suche dasGemüt herauß zu locken / und in Unruhund Zerstreuung einzuflechten.13. Wiederum andere / die es ja gutwollen machen / nehmen allerhand ausser-liche Mittel und leibliche übungen bey derHand: sie bäten / sie hören / sie lesen / siebetrachten / sie wohnen guten Gesellschafften bey / und dergleichen / welches alles gutund
Druckschrift
Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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