brave Volksfeind hat sich nie träumen lassen, daß eres je in den Mund nehmen werde; aber seine deut-schen und italienischen Ratgeber, die sich auf faszi-stische Propaganda verstehen, haben ihm gesagt,daß es ohne das heute nicht geht. Eben dies aberzeigt, welchen beherrschenden Rang der Zeitgeistdem sozialen Gedanken zuweist. Jeder, der es alsgroßes menschliches Unglück empfände, wenn imhistorischen Ringen der Weltanschauungen dieDemokratie aus Mangel an Angepaßtheit versagte,muß wünschen, wie man das Notwendige wünscht,daß sie, im Ökonomischen wie im Geistigen,aus einer liberalen zur sozialen Demokratiewerde.
Schreckt diese Forderung ab durch das Revolu-tionäre ihres Klanges ? Aber er ist sehr relativ zu ver-stehen, dieser Revolutionarismus, er ist in Wirklich-keit konservativen Sinnes, denn er zielt ab auf dieErhaltung der abendländischen Kulturtradition, aufihre Verteidigung gegen die Barbarei und das poli-tische Amokläufertum aller Art. Ich nenne FranklinD. Roosevelt einen konservativen Staatsmann ebendes sozialen Einschlages wegen, den bei ihm dieDemokratie gewinnt und mit dem er, ein wahrerFreund und aufrichtiger Diener der Freiheit auchda, wo er sie sozialistisch bedingt und regelt, demFaszismus sowohl wie dem Bolschewismus denWindaus den Segeln nimmt. Aus demselben Grund nenneich die Bestrebungen der französischen Volksfrontso, und stimme darin überein mit konservativen
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