Politikern wie dem katholischen Deputierten LeGrand-Maison, einem Royalisten obendrein, derheute als eine der bedeutensten Erscheinungen derfranzösischen Kammer gilt. „Hoffen wir,” rief ervor Kurzem, „daß bald der Tag anbricht, an dem dieFranzosen sich ohne Unterschied ihres sozialen Ur-sprungs auf neuer Grundlage zusammen finden undim Interesse Frankreichs und der Freiheit das voll-führen, was die einen Struktur-Reformen nennen,und was ich selbst eine friedliche Revolution nen-nen will. Wir haben nicht die Pflicht, eineunmenschliche soziale Ordnung zu konser-vieren, sondern wir müssen im Gegenteil alle daraufhinarbeiten, daß eine humanere Ordnung an ihreStelle tritt, die die wahre Hierarchie der Werte auf-baut, das Geld in den Dienst der Produktion stellt,die Produktion in den Dienst des Menschen und denMenschen selbst in den Dienst eines Ideals, das demLeben einen Sinn gibt.” - Diese Worte eines christ-lich-konservativen Vertreters des in sozialen Dingenfeinfühligsten Landes der Erde sind neu, sie sind dasNeue. Das Neue in der Welt ist das, was die politi-sche Jugend Frankreichs den „Ökonomischen Hu-manismus” nennt. „Das Neue in der Welt”, so hatder Belgier Vandervelde dem Condottiere des Pa-lazzo Venezia kürzlich geantwortet, als er wiedereinmal prophezeit hatte, Europa werde morgenfaszistisch sein, - „das eigentlich und wirklich Neuein der Welt ist die soziale Demokratie.”
Das ist die Wahrheit. Es ist die Wahrheit, welche
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