und des Verbrechens, - höchst ekelhaft zu betrachtenund ein Zeugnis dafür, wohin es mit der Politikkommt, wenn der Wille des Weltgeistes eigentlichschon über sie hinaus ist und nur noch rückständigerund anachronistischer Weise „Politik” getriebenwird. Mord, Bestechung, korrupte Intrigen spieleneine Hauptrolle darin, Mittel von hemmungsloserNiedrigkeit, aber auch von vorläufiger Wirksamkeitohne Zweifel, wenn der Gegner aus seelischen Grün-den gezwungen ist, sie mit gekreuzten Armen waltenzu lassen.
Ich schildere einen Zustand, meine Damen undHerren, welcher den Sieg der Demokratie, an denwir glauben, schmerzlich verzögern, ihm schwerehistorische Niederlagen in den Weg legen kann,wenn die Demokratie sich nicht klare Rechenschaftvon ihm gibt und nicht alle ihre eingeborenen Hilfs-mittel an Lebens- und Erneuerungskräften auf bietet,ihm zu begegnen. Ich sage mit einfachen Worten,was nottut. Es ist eine Reform der Freiheit, dieetwas anderes aus ihr macht, als was sie zur Zeit un-serer Väter und Großväter, in der Epoche des bür-gerlichen Liberalismus, war und sein durfte, etwasanderes als „laissez-faire, laissez-aller”, denn damitkann sie nicht bestehen, sie kommt damit nicht mehraus. Die Reform, die ich meine, muß eine sozialeReform, eine Reform sozialen Sinnes sein: nur durcheine solche kann die Demokratie dem Faszismus undauch dem Bolschewismus den Wind aus den Segelnnehmen, kann sie der Diktatur den bloß zeitlichen
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