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Achtung, Europa! : Aufsätze zur Zeit
Entstehung
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sehen Faszismus, den Pazifisten Ossietzky, öffentlichzu verhöhnen und zu beschimpfen. Das ist abernicht das Benehmen eines Greises von besonders junggebliebenem Herzen, sondern eines Schriftstellersder Generation von 1870, dessen entscheidende lite-rarische Bildungserlebnisse Dostojewsky und Nietz-sche waren, und der in dem Apostatentum von da-mals gegen den Liberalismus stecken geblieben ist,ohne zu verstehen, um was es heute eigentlich geht,und ohne zu merken, daß er sein Dichtergenie durchsein pohtisches - ich will Heber sagen: sein mensch-liches Verhalten heillos kompromittiert. - Andrer-seits ist festzustellen, daß große Teile der Jugend inaller Welt, in Europa und besonders auch in Ame-rika, man kann wohl sagen: ihr überwiegender Teil,von dem, was man die faszistischen Ideen nennt,nichts wissen will und geistig oder selbst körperlichim Kampfe für ganz entgegengesetzte Ideale steht.Offensichthch hat die Anfälligkeit für das faszistischeMiasma nichts mit Alter oder Jugend zu tun; sie istvielmehr eine Frage der InteUigenz, des Charakters,des Wahrheitssinnes, des menschlichen Gefühls, kur-zum, es entscheiden darüber Eigenschaften, die so-wohl dem Alter wie der Jugend angehören odernicht angehören, und von hier aus ist für die revolu-tionäre Zukünftigkeit des Faszismus entschiedennichts zu beweisen.

Dennoch hat der Faszismus, seine schreiende Ju-gendlichkeits-Propaganda, sein Reklame-Trick, dieDemokratie als vergreist, verrottet, überlebt, abge-

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