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Achtung, Europa! : Aufsätze zur Zeit
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und Erleichterung seines immer halb peinlichen Zu-standes davon verspricht.

Ich wiederhole: Die Hauptstärke, die eigentlicheVerführungskraft der Ideen und Tendenzen, die heu-te die Demokratie bedrohen und sie in den Zustandder Problematik versetzen, ist ihr Neuigkeitsreiz.Darauf pochen sie, damit prahlen sie; ihre revolutio-näre Gebärde, ihre Attitüde von Jugendlichkeit undZukünftigkeit soll die Jugend der Welt bestechenund tut es, wenigstens in Europa, nicht selten. Nachmeiner Meinung ist es betrogene Jugend, die dieserVerführung unterhegt - ich will das hier gleich sa-gen. Nach meiner Meinung ist es mit der revolu-tionären Zukünftigkeit und Morgenrötlichkeit die-ser Tendenzen - der faszistischen, es ist klar, was ichmeine - ein fauler Zauber; es ist, nicht nur in diesemPunkt, aber namentlich auch in diesem, ein so ver-logenes Wesen damit, daß ehrliche Jugend in allerWelt sich schämen sollte, etwas damit zu schaffen zuhaben. Auch ist die Empfänglichkeit dafür keines-wegs eine Frage von Alter und Jugend, und keines-wegs ist es so, daß alte Leute, weil sie eben einer an-dern Zeit angehören und nicht mehr mitkönnen,davon ausgeschlossen oder dagegen gefeit wären unddiese taufrische Gedankenwelt, genannt Faszismus,der Jugend überlassen müßten. Mein großer KollegeKnut Hamsun z.B., in Norwegen, ein schon sehr al-ter Mann, ist ein eifriger Faszist. Er agitiert für diesePartei in seinem eigenen Lande und hat es sich nichtnehmen lassen, ein weltbekanntes Opfer des deut-

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