einanderstellung der persönlich-innerlichen Welt undder gesellschaftlichen, die Kontrastierung also vonMetaphysik und Soziahsmus, wobei dieser als un-fromm, unheihg, bildungswidrig, als platter Eudä-monismus und Materiahsmus hingestellt wird, istheute nicht erlaubt. Es ist nicht erlaubt, in einerWelt, so widergötthch und vernunftverlassen wiedie unsere es ist, einer Welt, in welcher der Zwie-spalt zwischen der erreichten geistigen Stufe unddem, was im Wirklichen immer noch möghch ist,so krankhaft ausgeartet erscheint, dem Willen zumBesseren, Leidhcheren das Metaphysische, Inner-liche, Religiöse als das Überlegene, ja einzig Wür-dige entgegenzustellen. Noch einmal: Das Politischeund Soziale ist ein Teil des Humanen. Dieses umfaßtbeide Welten, die innere und die äußere, und es hatseinen guten Sinn, wenn gerade der Künstler sichden Willen zur Vermenschlichung und Vergeisti-gung der politisch-sozialen Welt nicht verleiden las-sen mag durch den Vorwurf, ein solches Interesse seiseiner unwert und bloßer Materiahsmus.
Materiahsmus - ein kindisches Schreckwort undperfid obendrein! Auf eine scheinbar ideahstischeWeise soll das menschlich Anständige damit hintan-gehalten werden im Namen der Innerlichkeit. Aber„Materiahsmus” kann viel geistiger, viel idealisti-scher und rehgiöser sein als irgend ein sentimentalerHochmut gegen das Materielle. Denn es bedeutet jagarnicht das Versinken in diesem, das Aufgehen dar-in - es bedeutet im Gegenteil den Künstlerwillen, es
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