mit Menschlichem zu durchdringen. Wir kenneneinen Ruf des großen Individualisten Nietzsche, dervollkommen sozialistisch lautet: „An der Erde zufreveln”, lautet er, „ist jetzt das Furchtbarste. Ich be-schwöre euch, meine Brüder, bleibt der Erde treu!Nicht mehr den Kopf in den Sand der himmlischenDinge stecken, sondern frei ihn tragen, einen Erden-kopf, der der Erde Sinn schafft!... Eure schenkendeLiebe und eure Erkenntnis diene dem Sinn der Erde.Führt gleich mir die verflogene Tugend zur Erde zu-rück - ja, zurück zu Liebe und Leben: daß sie derErde einen Sinn gebe, einen Menschensinn!” - Dasist der Materialismus des Geistes, die Wendung desreligiösen Menschen zur Erde hin, die uns das Kos-mische vertritt. Und Sozialismus ist nichts anderesals der pflichtmäßige Entschluß, den Kopf nicht vorden dringendsten Anforderungen der Materie, desgesellschaftlichen, kollektiven Lebens in den Sandder metaphysischen Dinge zu stecken, sondern sichauf die Seite derer zu schlagen, die der Erde einenSinn geben wollen, einen Menschensinn.
Unser „Programm” - wir haben es in Form einesBekenntnisses gegeben, das notwendig persönlicheZüge trägt. Sollte es darum zu individuell, zu ein-zelgängerisch sein, als daß ein Unternehmen geisti-ger Gesellschaftlichkeit, wie eine Zeitschrift es ist,darauf zu gründen wäre ? Aber das Persönliche un-terscheidet sich vom Querköpfig-Eigensinnigeneben dadurch, daß es des sympathetischen Kontaktes
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