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Achtung, Europa! : Aufsätze zur Zeit
Entstehung
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Wo ist einer, der sich quäletMit der Last, die wir getragen?

Ja, wo ist einer, der sich quälet ? Die Kinder derjungen Welt behaupten, es schwerer zu haben, alswir es je gehabt hätten, weil ihr Teil das Abenteuer,die Not, die vollendete Unsicherheit sei, währendwir in der wirtschaftlichen Geborgenheit des bürger-lichen Zeitalters hätten heranwachsen dürfen. Abersie überschätzen die Bedeutung der äußeren Um-stände, an deren Wandlung aus satter Behäbigkeitins schäbig Heroische wir Söhne der Vorzeit uns janoch auf unsere alten Tage gewöhnen müssen. DasEntscheidende ist, daß sie vonBildung im höhe-ren und tieferen Sinn, von der Arbeit an sich selbst,von individueller Verantwortung und Mühewaltungnichts mehr wissen und sichs dafür im Kollektivenbequem machen.

Das Kollektive ist bequeme Sphäre im Vergleichmit dem Individuellen, bequem bis zur Liederlich-keit; was das kollektivistische Geschlecht sichwünscht, sich gönnt und bewilligt, sind die immer-währenden Ferien vom Ich. Was es will, was es Hebt,das ist der Rausch, - und bei diesem Wort, dessenhohe und heilige Inhalte gewiß unentbehrlich sindfür die Steigerung und religiöse Erhöhung des Le-bens, zeigt sich sogleich, wie sehr die kollektivisti-sche Lebensmode von heute nur ein Beispiel ist fürdie populäre Verhunzung großer und ehrwürdigereuropäischer Intuitionen im modernen Massenver-schleiß und -Verbrauch.Eines zu sein mit allem,

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