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Zwei Festreden
Entstehung
Seite
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auf und wirft es gesammelt ins Treffen desLebens gegen die Mächte der Renitenz, derDumpfheit und des Todes. Welch ein herrlicherBeruf, diese Mischung aus öeschäftssinn undstrategischer Leistfreundschaft! Welch eine lustigeund edle Art, sich das Leben zu verdienen! Ichsprach von Bequemlichkeit das war natürlichnicht gut. Ich weist wohl, dast heute am wenig-sten das Leben des Verlegers bequem ist. Aberglücklich, in aller Schwierigkeit, darf man es nen-nen. Denn glücklich must es sein, frei von derQual und 6ebrechlichkeit aller Cinzel-Produktivi-tät dem Leiste dienen zu dürfen.

Oer Anlast, aus dem ich spreche, macht es be-greiflich und verzeihlich, wenn mir bei der Lha-rakterisierung des Verlegerstandes nur der höhereTyp seiner Vertretung vorschwebt, ein Idealtyp,wenn man will, der sich aber mit anständigerHäufigkeit im deutschen Leben verwirklicht hatund noch verwirklicht. Cs gibt, versteht sich,einen andern wie es fa auch Schriftsteller gibt,in deren iVamen Loelhes Lpruchverse

Ich schreibe nicht, euch zu gefallen,

Ihr sollt was lernen"

nicht gedichtet sind. Sie geben, um zu gefallen,den Leuten, was diese schon kennen und wissen,was sie aber gern abermals oorgesetzt be-

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