Erfolgsanbeter sind und es niemals waren: für Solche,die, um glücklich zu sein, es stets mit dem wahrschein-lichen und gar erst mit dem vollendeten Erfolg haltenmüssen. Sondern nur den anderen haben sie allenfallsnoch etwas zu bieten, denen das Wort aus dem Herzengesprochen ist: „Victrix causa Diis placuit, sed victaCatoni.“ In diesem Wort philosophischer Resignationsalviert sich der Geist seine Freiheit gegen den Erfolg,ohne sich durch seine Niederlage im Wirklichen irgendgebrochen zu fühlen, ohne Beschämung und Reuedarüber, vielmehr mit Stolz darauf, für die praktischvorerst zum Misserfolg bestimmte, die gute Sache sicheingesetzt und sie zu der seinen gemacht zu haben. Denneben dies war doch wohl immer und bleibt die Rolleund Aufgabe des Geistes auf Erden, und man mißver-steht ihn aufs Sonderbarste, man verkennt seinenPessimismus sowohl wie seine Generosität, wennman vermutet, er kämpfe für eine Idee, weil er sichschmeichelt, kurzfristig Recht damit zu behalten. Ichkann nicht sagen, wie fremd und wunderlich mich inall diesen Jahren die Denkungsart der Leute anmutete,die über meine Stellungnahme zu den politisch-moralischen Zeit- und Gewissensfragen darum - in in-nerlich unbeteiligter Naivität eben nur darum - dieKöpfe schüttelten, weil sie nicht begriffen, „wie mannur so konsequent und hartnäckig aufs falsche Pferdsetzen könne.“ Das falsche Pferd - das heißt: das vor-aussichtlich verlierende, und daß man darauf „setzen“könne, kommt solchen Leuten närrisch vor. Für sie ist
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