Druckschrift 
Ein Briefwechsel
Entstehung
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Opfer, die ich gebracht, das Recht auf ein Schweigen ver-dient zu haben, das es mir ermöglichen würde, etwas mirherzlich Wichtiges, den Kontakt mit meinem innerdeut-schen Publikum aufrecht zu erhalten. Meine Bücher, sosagte ich mir, sind für Deutsche geschrieben, für solchezuerst; die »Welt« und ihre Teilnahme waren mir immernur ein erfreuliches Akzidens. Sie sind, diese Bücher, dasProdukt einer wechselseitigen erzieherischen Verbunden-heit von Nation und Autor und rechnen mit Voraus-setjungen, die ich selber erst in Deutschland habe schaf-fen helfen. Das sind zarte und hütenswerte Beziehungen,die plump zu zerreißen man der Politik nicht erlaubensoll. Gab es Ungeduldige daheim, die, selbst geknebelt,dem in der Freiheit Lebenden sein Stillschweigen verübelnwürden; die große Mehrzahl, durfte ich hoffen, würdemeine Zurückhaltung verstehen, ja sie mir danken.

So meine Vorsätje. Sie waren undurchführbar. Ichhätte nicht leben, nicht arbeiten können, ich wäre erstickt,ohne dann und wann zwischenein, wie alte Völker sag-ten, »mein Herz zu waschen«, ohne von Zeit zu Zeitmeinem unergründlichen Abscheu vor dem, was zu Hausein elenden Worten und elenderen Taten geschah, unver-hohlenen Ausdruck zu geben. Verdient oder nicht, meinName hatte sich nun einmal für die Welt mit dem Begriffeines Deutschtums verbunden, das sie liebt und ehrt; daßgerade ich der wüsten Verfälschung klar widerspräche,welche dies Deutschtum jetjt erlitt, war eine in alle freienKunstträume, denen ich mich so gern überlassen hätte,beunruhigend hineintönende Forderung. Eine Forderung,schwer abzuweisen für einen, dem immer gegeben gewe-

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