Druckschrift 
Ein Briefwechsel
Entstehung
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In diesen vier Jahren eines Exils, das freiwillig zunennen wohl eine Beschönigung wäre, da ich, in Deutsch-land verblieben oder dorthin zurückgekehrt, wahrschein-lich nicht mehr am Leben wäre, hat die sonderbareSchicksalsirrtümlichkeit meiner Lage nicht aufgehört, mirGedanken zu machen. Ich habe es mir nicht träumenlassen, es ist mir nicht an der Wiege gesungen worden,daß ich meine höheren Tage als Emigrant, zu Hause ent-eignet und verfemt, in tief notwendigem politischemProtest verbringen würde. Seit ich ins geistige Leben ein-trat, habe ich mich in glücklichem Einvernehmen mit denseelischen Anlagen meiner Nation, in ihren geistigen Tra-ditionen sicher geborgen gefühlt. Ich bin weit eher zumRepräsentanten geboren als zum Märtyrer, weit eherdazu, ein wenig höhere Heiterkeit in die Welt zu tragen,als den Kampf, den Haß zu nähren. Höchst Falschesmußte geschehen, damit sich mein Leben so falsch, sounnatürlich gestaltete. Ich suchte es aufzuhalten nachmeinen schwachen Kräften, dies grauenhaft Falsche,und eben dadurch bereitete ich mir das Los, das ich nunlernen muß, mit meiner ihm eigentlich fremden Natur zuvereinigen.

Gewiß, ich habe die Wut dieser Machthaber heraus-gefordert nicht erst in den letjten vier Jahren, durch meinAußenbleiben, die ununterdrückbaren Kundgebungenmeines Abscheus. Lange vorher schon hatte ich es getanund mußte es tun, weil ich früher als das heute verzwei-felte deutsche Bürgertum sah, wer und was da heraufkam.Als Deutschland dann wirklich in diese Hände gefallenwar, gedachte ich zu schweigen; ich meinte, mir durch die

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