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Goethe und die Demokratie
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GOETHE UND DIE DEMOKRATIE

seiner Ewigkeit in unseren Tag herüber. Das hatnichts Mephistophelisches so wenig, wie von dieserhöhnischen Gegenstimme etwas ist in dem reinen Anruf:

Edel sei der Mensch,

Hilfreich und gut!

Denn das alleinUnterscheidet ihnVon allen Wesen,

Die wir kennen.

Unermüdet schaff erDas Nützliche, Rechte,

Sei uns ein VorbildJener geahneten Wesen!

Habe ich unrecht, in diesen Versen den höchstenAusdruck aller Demokratie zu sehen? Mein Eindruckwar immer, daß alles, was anti-demokratisch lautet undwirkt in der Dialektik von Goethes Persönlichkeit, demPart des Mephistopheles angehört und eben nur demNegativen zu seinem dramatischen Recht verhilft. Wieder widrige Begleiter den Faust verspottet, der an KaisersHof gern zum Glück der Menschen regieren, im Bundemit der Macht auf Erden das Bessere, das Edel-Wünschbare hersteilen möchte, da ist ihm die Antwortvorgesehen

So höre denn, wenn du es niemals hörtest:

Die Menschheit hat ein fein Gehör,

Ein reines Wort erreget schöne Taten.

Der Mensch fühlt sein Bedürfnis nur zu sehrUnd läßt sich gern im Ernste raten.

Genau so könnte imVorspiel im Himmel der Herrselber, das Positive, die schöpferische Güte dem Teufelerwidern, und mit ihr hält es unser erhabener Freund,