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Ansprache im Schillerjahr 1955
Entstehung
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Schwung, sondern mehr als einmal einen unvergleichlichrührenden Tonfall verleihen.

Sagen Sie

Ihm, daß er für die Träume seiner JugendSoll Achtung tragen, wenn er Mann sein wird,Nicht öffnen soll dem tötenden InsekteGerühmter besserer Vernunft das HerzDer zarten Götterblume daß er nichtSoll irre werden, wenn des Staubes WeisheitBegeisterung, die Himmelstochter, lästert.

Ich hab es ihm zuvor gesagt

Was gibt es Schöneres, Edleres, Herzbewegenderes? Das istkein Rhetor nur undMoraltrompeter, das ist ein Dichter,der das Auge zu feuchten vermag, während er zugleich dasHerz erbittert gegen das Unmenschliche. Sein ausdrücklicherVorsatz ist,durch die Darstellung der Inquisition die pro-stituierte Menschheit zu rächen und ihre Schandflecken fürch-terlich an den Pranger zu stellen. Und sonderbar ist es, zudenken, daß dabei der große Liberale Maria Stuart, die schönekatholische Sünderin, und allen Sinnenzauber ihrer Religionschon heimlich im Herzen trägt!

Don Carlos, wie könnte ich je die erste Sprachbegeiste-rung meiner fünfzehn Jahre vergessen, die an dem stolzen

Gedicht sich entzündete!-Schillers Sprache es käme ihr

eine eigene Betrachtung und eingehende Studie zu, angefan-gen mit seinen hoch-pointierten Schlüssen, diesemDemMann kann geholfen werden,Dem Fürsten Piccolomini,Der Lord läßt sich entschuldigen, er ist zu Schiff nach Frank-reich, die untereinander verwandt und so ganz sein eigensind. Dabei muß man auf die verzwickte Gescheitheit hinwei-