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Friedrich und die große Koalition : von Thomas Mann
Entstehung
Seite
107
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ich alle die Schändlichkeiten satt habe, die über mich ver-breitet werden. Das sind unwürdige Waffen, die eingroßer Fürst niemals gegen seinesgleichen gebrauchensollte; auf diese Weise erniedrigt man sich gegenseitig undmacht das in den Augen des Publikums lächerlich, wasdas Interesse der Fürsten in Ehren zu halten erheischt."

An Finckenstein: „Es scheint unglücklicherweise, daß wirnoch nicht am Ende unserer Arbeiten sind. Wir haben zuviele Feinde, als daß wir über sie eine Überlegenheitgewinnen könnten, die sie zum Frieden zwingt. GanzEuropa stürzt sich auf uns, es scheint Mode zu sein, unserFeind zu sein, und ein Ehrentitel, zu unserem Verderbenbeizutragen."

An Voltaire: „Was Sie anlangt, der Sie sich nichtschlagen, so machen Sie sich um Gottes willen über nie-mand lustig, seien Sie ruhig und glücklich, da Sie keineVerfolger haben, und verstehen Sie es, ohne Sorgendie Ruhe zu genießen, die Sie endlich erlangt haben,nachdem Sie sechzig Jahre lang hinter ihr hergelaufensind, um sie zu erwischen ... Sind Sie mit siebzigJahren noch nicht vernünftig? Lernen Sie endlich inIhrem Alter, in welcher Art Sie mir zu schreiben haben!Merken Sie es sich, daß es für Schriftsteller und Schön-geister erlaubte Freiheiten und unerträgliche Unver-schämtheiten gibt! ... Doch wir wollen nicht weiterdavon reden, ich habe Ihnen alles in christlicher Gesin-nung vergeben. Alles in allem haben Sie mir mehrSpaß gemacht als Schaden zugefügt. Ihre Schriften