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Friedrich und die große Koalition : von Thomas Mann
Entstehung
Seite
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fremden Militärs, die ausnahmsweise zusehen durftenund dann das Eigentliche nicht zu sehen bekamen. DieseMassen deployierten und schwenkten, sie entwickeltendie berühmte schräge Schlachtordnung, die des KönigsErfindung war, in acht verschiedenen Formen mit einerEraktheit, daß der alte Prinz Eugen, der den Kronprinzeneinst zu Philippsburg begönnert hatte, seinen Augennicht getraut hätte. Bei alledem herrschte eine Sachlich-keit, so ziemlich das Gegenteil von Liebhaberwesenund nobler Passion. Nichts von Prunklager und Lust-manöver, worauf anderwärts größere Truppenzu-sammenziehungen im Frieden harmlos hinausliefen.Friedrichs Übungen in großen Verbänden, bei Spandauoder Potsdam alljährlich vorgenommen, diese for-cierten Avancements in schwierigem Gelände, Schlachtenin der Ebene, Flußübergänge und Stürme, diese zähenund vielfältigen Studien, wie ein überlegener Feindes scheint, man rechnet mit einem überlegenen Feind,mit einer Kombination von Feinden also? von derFlanke her aufzurollen und zu vernichten sei, waren un-verhüllte und bitterernste Kriegsproben, veranstaltet zudem einzigen Ziel und Zweck, den wirklichen Krieg zurAnschauung zu bringen, Führer und Mannschaften fürdas blutige Geschäft zu schulen. Und ein Angriffsgeist,ein Wille zum raschen und viven Austrag ward diesenTruppen mit allen Mitteln ins Blut geimpft, der gegenallen Geschmack der Zeit war und ans Barbarischegrenzte. Friedrich verachtete dieverfeinerte" Krieg-