vorwiegend immer ein aesthetisches Phänomen, nurselten auch ein moralisches war, aber, indem es dieGrenzen der Menschheit zu überschreiten schien, dieMenschheit einen Schauder lehrte, der trotz allem,was sie von ihm auszustehen hatte, ein Schauder desGlückes war. Man soll die Unterschiede wahren -sie sind unermeßlich. Ich finde es ärgerlich, heuterufen zu hören: „Wir wissen es nun, Napoleon warauch nur ein Kaffer!” Das heißt wahrhaftig, dasKind mit dem Bade ausschiitten. Es ist als absurd ab-zulehnen, daß man sic in einem Atem nennt: dengroßen Krieger zusammen mit dem großen Feiglingund Erpressungspazifisten, dessen Rolle am erstenTage eines wirklichen Krieges ausgespielt wäre; dasWesen, das Hegel den „Weltgeist zu Pferde” nannte,das alles beherrschende Riesengehirn, die ungeheu-erste Arbeitskapazität, die Verkörperung der Revo-lution, den tyrannischen Freiheitsbringer, dessen Ge-stalt der Menschheit als Erzbild mittelmeerländischerKlassik für immer ins Gedächtnis geprägt ist, - zu-sammen mit dem tristen Faulpelz, tatsächlichenNichtskönner und „Träumer” fünften Ranges, demblöden Hasser der sozialen Revolution, dem duck-mäuserischen Sadisten und ehrlosen Rachsüchtigenmit „Gemüt...” Ich sprach von europäischer Ver-hunzung:- und wirklich, unserer Zeit gelang es, soVieles zu verhunzen: Das Nationale, den Sozialis-mus, den Mythos, die Lebensphilosophie, das Irratio-nale, den Glauben, diejugend, die Revolution und wasnicht noch alles. Nun denn, sie brachte uns auch die
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