altfranzösische Versübertragung der Paulus-Vision ihm ausder "Welt" zugekommen war. Energisch, wenn auch auf Umwegenund durch Mittelpersonen, war diese in seinen Diensten tätig.Sie war es, die den geistreichen Artikel im "Anbruch" hervor-gerufen hatte, - allerdings dem einzigen Ort, wo damals vonLeverkühns Musik mit Bewunderung die Rede sein konnte. Dassdie Universal—Editionen sich des werdenden Oratoriums ver-sichert hatten, war ihrer Einflüsterung zuzuschreiben. ImJahre 21 stellte sie dem Platner'sehen Figurentheater aus derVerborgenheit, ohne dass die Quelle der Zuwendung klar wur-de, für die kostbare und musikalisch vollkommene Inszenie-rung der "Gesta" in Donaueschingen bedeutende Mittel zurVerfügung.
Auf diesem Wort und der umfassenden Geste, die ihm zuge-hört, auf diesem "Zur Verfügung stellen" möchte ich beharren.Adrian durfte nicht zweifeln, dass ihm zur Verfügung stand,was die mondäne Verehrerin seiner Einsamkeit vermochte, -ihr Reichtum, der ihr, wie deutlich zu spüren, von kriti-schen Gewissens wegen eine Belastung war, obgleich sie einleben ohne ihn nicht kannte und wohl auch nicht zu führengewusst hätte. Soviel wie möglich davon, so viel wie anzu-bieten sie nur wagen konnte, auf dem Altar des Genius dazu-bringen, war ihr unverleugnetes Verlangen, und wenn Adriangewollt hätte, so hätte sein ganzer Lebensstil sich vonheute auf morgen nach dem Muster des Kleinods ändern können,in dessen Schmuck nur die vier Wände der Abtsstube ihn sa-hen. Er wusste es so gut wie ich. Dass er nicht einen Au-genblick sich mit der Möglichkeit ernstlich abgab, muss ichnicht sagen. Anders als ich, für den es immer etwas gewisser-massen Berauschendes hatte, zu denken, dass ein Riesenvermö-gen zu seinen Füssen lag, in das er nur zu greifen brauchte,um sich ein fürstliches Dasein zu bereiten, hat er sich denGedanken daran gewiss niemals nahe kommen lassen. Und doch
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