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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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gekümmert hätte.

- Wozu, erwiderte ich, - nach deiner Meinung denn wohlzu ergänzen ist: "Aus euch wird nichts, Halleluja'*?

- Besser vielleicht: "Daraus wird nichts'', gab er zurück.

- Verzeih, ich verfiel ins Studentische, weil deine oratiomich so sehr an unsere Schlafstroh-Dispute von anno Dazumalerinnerte - wie hiessen die Burschen? Ich merke, dass mirdie alten Hamen anfangen, abhanden zu kommen. (Er war 29,wie er da sass.) - Deutschmeyer? Dungersleben?

- Du meinst den stämmigen Deutschlin, sagte ich, - undeinen, der Düngersheim hiess. Ein Hubmeyer und ein von Teut-leben waren auch dabei. Namen haben sich dir nie sehr ein-geprägt. Es waren gute, bemühte Jungen.

- Und ob? Was denkst du, jemand hörte auf "Schappeler",und dann war da ein gewisser Sozial-Arzt. Was sagst du nun?Du warst ja eigentlich keiner von ihnen, der Fakultät nach.Aber heut glaube ich sie zu hören, wenn ich dich höre.Schlafstroh - wonit ich nur sagen will: Einmal Student, immerStudent. Das Akademische erhält jung -und kregel.

- Du warst von ihrer Fakultät, sagte ich, - und im Grundemehr Hospitant, als ich. Selbstverständlich, Adri. Ich warnur ein Student, und du magst wohl recht damit haben, dassich's geblieben bin. Desto besser aber, wenn das Akademischejung erhält, das heisst: die Treue konserviert zum Geiste,zum freien Gedanken, zur höheren Interpretation des krudenGeschehens...

- Ist hier von Treue die Rede? fragte er. - Ich habeverstanden, dass Kaisersaschern Weltstadt werden möchte.

Das ist nicht sehr treu.

- Geh', geh*, rief ich ihm zu, - du hast nichts Derglei-chen verstanden und verstehst sehr wohl, was ich meinte mitGern deutschen Durchbruch zur Welt.

- Es hülfe wenig, antwortete er, - wenn ichs verstände,

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