gewürzt, den Gott speiste, ihm einen Körper machte, ikn zurGegenwart anhielt, ist für den Psalmisten nur noch ein •'Sym-bol"' (ich höre noch den Akzent unbeschreiblicher Verachtung,mit dem Dr. Breisacher dies Wort aussprach) - man schlachtetnicht mehr das Tier, sondern, es ist kaum zu glauben, Dankund Demut. "Wer Dank schlachtet", heisst es nun, "der ehrtmich". Und ein ander Mal: "Die Schlachtopfer Gottes sindein reuiges Gemüt." Kurzum, Volk und Blut und religiöseWirklichkeit ist das längst nicht mehr, sondern humane Wasser-suppe ...
Dies als Probe von Breisachers hoch-konservativen Expek-torationen. Es war so amüsant wie widerwärtig. Er konntesich nicht genug darin tun, den echten Ritus, den Kult desrealen und keineswegs abstrakt universellen, darum auch nicht"allmächtigen" und "allgegenwärtigen" Volksgottes als einemagische Technik,.eine körperlich nicht ungefährliche Mani-pulation des Dynamischen hinzustellen, bei der es leichtzu Unglücksfällen, katastrophalen Kurzschlüssen infolge vonFehlern und Missgriffen kommen konnte. Die Söhne Aront warengestorben, weil sie "artfremdes Feuer" herangebracht hatten.Das war so ein technischer Unglücksfall, die kausale Folgeeines Fehlers. Einer namens Usa hatte -unbesonnen den Kasten,die sogenannte Bundeslade, angefasst, als sie beim Transportvom Wagen zu gleiten drohte, und war sofort tot umgefallen.
Das war ebenfalls so eine transcendental-dynamische Entladung,entstanden durch Fahrlässigkeit, und zwar durch die Fahrläs-sigkeit des allzu viel die Harfe spielenden Königs David,der nämlich auch schon nichts mehr verstand und nach Phili-sterart den Kasten auf einem Wagen befördern liess, stattihn nach der nur zu wohl begründeten Vorschrift des Penta-teuch auf Tragstangen tragen zu lassen. David war eben be-reits nicht weniger ursprungsfremd und verdummt, um nichtzu sagen: verroht gewesen, wie Salomo. Von den dynamischen
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