einer gewissen städtischen Geselligkeit pflog, sagte ichschon. Lieb und beruhigend schien ihm allerdings dabei diestehende und allen bekannte Notwendigkeit seines frühzeitigenAufbruchs, die Gebundenheit an den 11 Uhr-Zug tu sein. Wirtrafen bei den Roddes in der Rsmbergstrasse zusammen, mitderen Kreise, den Knöterichs, Dr. Kranich, Zink und Spengler,Schwerdtfeger, dem Geiger und Pfeiffer, ich denn also aufrecht freundschaftlichen Fuss kam; ferner bei Schlaginhaufens,auch wohl bei Schildknapps Verleger Radbruch in der Fürsten-strasse und in der eleganten Bel-Etage des PapierindustriellenBullinger (übrigens rheinischer Herkunft), bei dem gleich-falls Rüdiger uns eingeführt hatte; endlich auch, zur Zeitdes Karnevals, auf Schwabinger Künstlerfesten, wo man Bekannt-schaften von allen diesen Zusammenkunftsplätzen, deren Kreisesich auch unter einander überschnitten, in buntem Durchein-ander wiederbegegnete»
Bei Roddes sowohl wie im Schlaginhaufen*sehen Säulen-Salonhörte man gern mein Viola d'Amore-Spiel, das allerdings dergesellschaftliche Beitrag war, den ich, der schlichte undin der Konversation niemals sehr vive Gelehrte und Schulmann,vornehmlich zu bieten hatte. In der Rambergstrasse waren esnamentlich der asthmatische Dr. Kranich und Baptist Speng-ler, die mich dazu anhielten: der eine aus numismatisch-antiquarischem Interesse (er unterhielt sich gern mit mirin seiner wohlartikulierten und klar gesetzten Sprechweiseüber die geschichtlichen Formen der Violen-Familie), der an-dere aus allgemeiner Sympathie für das Unalltägliche, jaAusgefallene. Doch hatte ich in jenem Hause Rüoksicht zunehmen auf Konrad Knöterichs Begier, sich schnaubend auf demCello vernehmen zu lassen, und auf die übrigens berechtigteVorliebe des kleinen Publikums für Schwerdtfegers einnehmen-des Violinspiel, Desto mehr schmeichelte es meiner Eitelkeit(ich leugne das garnicht), dass die Nachfrage des viel weiteren
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