ken, wenn auch oft auf eine strengfeierliche, mathematisch-ceremoniöse Weise grotesken Charakter dieser Schilderungendes Ungeheuerlichen vorbereitet. Mit dem Geist der "Früh-lingsfeyer", die doch auch wieder in gewissem Sinn die Vor-bereitung dazu bildete, mit dem Geist demütiger Verherrlichungalso, hat diese Musik nichts zu tun, und wenn nicht gewissepersönliche Merkmale der musikalischen Handschrift auf den-selben Autor deuteten, sollte man kaum glauben, dass die glei-che Seele beides hervorgebracht. Wesen und Essenz jenes un-gefähr 30 Minuten dauernden orchestralen Welt-Portraits istder Spott, - ein Spott, der meine im Gespräch behaupteteMeinung, dass die Beschäftigung mit dem Masslos-Aussermensch-lichen der Frömmigkeit keine Nahrung gebe, nur zu sehr bestä-tigt; eine luziferische Sardonik, ein travestierendes Schalks-lob, das nicht nur dem fürchterlichen Uhrwerk des Weltenbaus,sondern auch dem Medium zu gelten scheint, in dem es sichmalt, ja wiederholt: der Musik, dem Kosmos der Töne, und nichtwenig dazu beigetragen hat, dem Künstlertum meines Freundesden Vorwurf einer virtuosen antikünstlerischen Gesinnung,der Lästerung, des nihilistischen Frevels zuzuziehen.
Doch davon an seinem Ort. Die nächsten beiden Kapitelgedenke ich einigen gesellschaftlichen Erfahrungen zu widmen,die ich um jene Jahres- und Zeitenwende 1913-14, während desletzten Münchener Faschings vor Ausbruch des Krieges mitAdrian Leverkühn teilte.
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'• Dass der Mietgast der Schweigestills sich nicht ganz inseiner von Kaschperl-Suso bewachten klösterlichen Einsamkeitvergrub, sondern, wenn auch sporadisch und mit Zurückhaltung,
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