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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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soll und sich aus Not mit dem Futurum behilft, wie es jaheisst: "Da wird sein Heulen und Zähneklappern." Gut, dassind ein paar Wortlaute, aus ziemlich extremer Sphäre derSprache gewählt, aber eben doch nur schwache Symbole und ohnerechte Beziehung zu dem, was da "sein wird", - rechenschafts-los, in Vergessenheit, zwischen dicken Mauern. Richtig ist,dass es in der Schalldichtigkeit recht laut, masslos undbei Weitem das Ohr überfüllend laut sein wird von Gilfenund Girren, Heulen, Stöhnen, Brüllen, Gurgeln, Kreischen,Zetern, Griessgramen, Betteln und Folterjubel, sodass kei-ner sein eigenes Singen vernehmen wird, weils in dem allgemei-nen erstickt, dem dichten, dicken Höllengejauchz und Schand-getriller, entlockt von der ewigen Zufügung des Unglaublichenund Unverantwortlichen. Nicht zu vergessen das ungeheuereÄchzen der Wollust, das sich hineinmischt, denn eine unendli-che Qual, der kein Versagen des Erleidens, kein Kollaps,keine Ohnmacht als Grenze gesetzt ist, artet statt dessenin Schandvergnügen aus, weshalb solche, die einige intuitiveKunde haben, ja auch von der "Wollust der Hölle" sprechen.Damit aber hängt das Element des Hohnes und der extremenSchmach zusammen, das sich mit der Marter verbindet; denndiese Höllenwonne kommt einer grunderbärmlichen Verhöhnungdes masslosen Erleidens gleich und ist von schnödem Finger-gezeig und wieherndem Gelächter begleitet: daher die/Lehre,dass die Verdammten zur Qual auch noch den Spott und die Schan-de haben, ja, dass die Hölle als eine ungeheuerliche Verbin-dung von völlig unerträglichem dennoch aber ewig auszustehen-dem Leiden - und Verspottung zu definieren ist. Da werdensie ihre Zungen fressen für grossen Schmerzen, bilden darumaber keine Gemeinschaft, sondern sind untereinander vollerHohn und Verachtung und rufen einander beim Trillern und 'Ächzen die schmutzigsten Schimpfworte zu, wobei die Feinstenund Stolzesten, die nie ein gemeines Wort über ihre Lippen

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