sich das Eigentliche mit den Worten nicht deckt; man mag vielWorte brauchen und machen, aber allesamt sind sie nur stell-vertretend, stehen für Namen, die es nicht gibt, können nichtden Anspruch erheben, das zu bezeichnen, was nimmermehr zubezeichnen und in Worten zu denunzieren ist. Das ist diegeheime Lust und Sicherheit der Höllen, dass sie nicht denun-zierbar, dass sie vor der Sprache geborgen ist, dass sie ebennur ist, aber nicht in die Zeitung kommen, nicht publik wer-den, durch kein Wort zur kritisierenden Kenntnis gebrachtwerden kann, wofür eben die Wörter "unterirdisch", "Keller","dicke Mauern", "Lautlosigkeit", "Vergessenheit", "Rettungs-losigkeit" die schwachen Symbole sind. Mit Symbolis, meinGuter, muss man sich durchaus begnügen, wenn man von derHöllen spricht, denn dort hört alles auf, - nicht nur dasanzeigende Wort, sondern überhaupt alles, - dies ist sogardas hauptsächliche Charakteristikum, und das was im Allgemein-sten darüber auszusagen, zugleich das, was der Neükömmlingdort zuerst erfährt, und was er zunächst mit seinen sozusagengesunden Sinnen garnicht fassen kann und nicht verstehen will,weil die Vernunft oder welche Beschränktheit des Verstehensnun immer ihn darin hindert, kurz, weil es unglaublich ist,unglaublich zum Kreideweisswerden, unglaublich, obgleiches einem gleich zur Begrüssung in bündig nachdrücklichsterForm eröffnet wird, dass "hier alles aufhört", jedes Erbar-men, jede Gnade, jede Schonung, jede letzte Spur von Rück-sicht auf den beschwörend ungläubigen Einwand "Das könntund könnt ihr doch mit einer Seele nicht tun": es wird getan,es geschieht, und zwar ohne vom Worte zur Rechenschaft gezo-gen zu werden, im schalldichten Keller, tief unter GottesGehör, und zwar in Ewigkeit. Nein, es ist schlecht davonreden, es liegt abseits und ausserhalb der Sprache, diesehat nichts damit zu tun, hat kein Verhältnis dazu, weshalbsie auch nie recht weiss, welche Zeitform sie darauf anwenden
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