fernes von sich selber sagt:
"Dies ist eine Gabe, die ich besitze, einfach, einfach!ein närrisch extravaganter Sinn, voll von Formen, Figuren,Gestalten, Gegenständen, Ideen, Erscheinungen, Erregungen,Wandlungen. Diese werden empfangen in dem Uterus des Gedächt-nisses, genährt im Mutterleibe der pia mater, und geboren durchdie reifende Kraft der Gelegenheit." Delivered upon themellowing of occasion. Wundervoll! Bei ganz nebensächli-cher, spasshafter Gelegenheit gibt da der Dichter eine unü-bertrefflich volle Beschreibung des Künstlergeistes, und un-willkürlich bezog man sie auf den Geist, der hier am Werkewar, Shakespeares satirisches Jugendwerk in die Sphäre derMusik zu übertragen.
Wenn nur nicht allezeit etwas Bangigkeit Erregendes andem sublimen Betreiben dieses Geistes gewesen wäre! "Viferschwere Dinge sucht, dem wird es schwer", heisst es in demBrief an die Ebräer, - ein Wort, das ehrenvoll, aber auchbeklemmend zutrifft auf meinen Freund und sein produktivesBetreiben. Ich hätte wohl froh sein sollen, dass er schliess-lich davon abgekommen war, meine dramaturgische Bearbeitungdes Stückes nur im sprachlichen Original zu vertonen. Erhatte es sich aber statt dessen zur Aufgabe gemacht, sie aufenglisch und deutsch in einem zu komponieren, will sagen:er hatte es auf sich genommen, die Melodie in beiden Sprachenmit den Harmonieen übereinstimmen zu lassen und dafür zu sor-gen, dass sie in beiden ihr eigenes melodisches Profil besassund korrekt deklamiert war. Auf dieses Kunststück, eine wahreTour de force, schien er stolzer zu sein, als auf die musika-lischen Eingebungen selbst, von denen das Werk lebte, und umderen unbefangenes Blühen jener Zwang mich ein wenig besorgtmachte.
Soll ich dazu auf die leise persönliche Kränkung, oderBeküinmerung zurückkommen, welche die Sache selbst, die'Ver-
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