Komischen, Grotesken sich haltenden und dennoch echten undtiefen Verzweiflung des Ritters über seine Verfal-lenheit andie verdächtige black beauty, in seiner wütend ausgelassenenSelbstverhöhnung - By the lord, this love is as mad as Ajax:it kills sheep, it kills me, I a sheep - musikalisch nochbesser, als der erste * gelungen war. Dies teils aus demGrunde, weil die geschwinde und abgerissene, wortwitzig kurzausgestossene Prosa dem Komponisten Akzenterfindungen vonganz besonderer Skurrilität eingegeben hatte, teils aber auch,weil in der Musik das bedeutend Wiederkehrende und schonVertraute, die geistreiche oder tiefsinnige Anmahnung immerdas Sprechend-Eindrucksvollste ist, und weil in dem zweitenMonolog sich Elemente des ersten auf köstliche Art wieder inErinnerung brachten. Das galt vor allem für die erbitterteSelbstbeschimpfung des Herzens wegen seiner Vernarrtheit inden "bleichen Kobold mit den sammtenen Brauen, statt Augenzwei Pechkugeln im Gesicht" und wiederum ganz besonders vondem musikalischen Bilde, dieser verdammten, geliebten Pech-augen: einem dunkel blitzenden, aus dem Klange des Cellosund der Flöte gemischten, halb lyrisch-leidenschaftlichenund halb grotesken Melisma, das in der Prosa an der Stelle"0, but her eye, - by this light, but for her eye I wouldnot love her" auf eine wild karikierte Weise wiederkehrt,wobei des Auges Dunkelheit durch die Tonlage noch vertieft,der Lichtblitz darin diesmal aber sogar der kleinen Flötezugeteilt ist.
Es kann ja keinem Zweifel unterliegen, dass die sonderbarinsistente und dabei unnötige, dramatisch.wenig gerechtfer-tigte Charakterisierung der Rosaline als eines verbuhlten,treulosen, gefährlichen Weibsstückes,- eine Kennzeichnung,die ihr nur durch Birons Reden zuteil wird, während sie inder Wirklichkeit der Komödie nichts weiter als keck und wit-zig ist, - es ist ja kein Zweifel, dass diese Charakterisierung
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