ginner und Gesetzgeber der Musik empfunden habe, sei immeretwas in ihm hängen geblieben. Absurd zu sagen, aber er habenie ganz aufgehört, an ihn zu denken und denke neuerdingsöfter an ihn, als je.
- Erinnere dich nur, sagte er, - wie ich damals gleichseine tyrannische Kinderei mit den Herren- und Dienertönengegen deinen Vorwurf des albernen Rationalismus verteidigte.7/as mir instinktiv daran gefiel, war selbst etwas Instinkti-ves, und mit dem Geist der Musik naiv Übereinstimmendes: derWille, der sich auf komische Art darin andeutete, irgend etwaswie einen strengen Satz zu konstituieren. Auf anderer, wenigerkindlicher Ebene hätten wir seinesgleichen heute so nötig,wie seine Schäfchen damals ihn nötig hatten, - einen System-herrn brauchten wir, einen Schulmeister des Objektiven undder Organisation, genial genug, das Wiederherstellende, ja,das Archaische mit dem Revolutionären zu verbinden. Mansollte...
Er musste lachen.
- Ich spreche schon ganz wie Schildknapp. Man sollte.
Was sollte man nicht alles!
- Was du da sagst, warf ich ein, - von dem archaisch-revolutionären Schulmeister, hat etwas sehr Deutsches.
- Ich nehme an, erwiderte er, - dass du das Wort nichtzum Lobe, sondern eben nur kritisch charakterisierender Weisebrauchst, wie es sich gehört. Es könnte aber ausserdem etwaszeitlich Notwendiges ausdrücken, etwas Remedurverheissendesin einer Zeit der zerstörten Konventionen und der Auflösungaller objektiven Verbindlichkeiten, kurzum einer Freiheit,die anfängt, sich als Meltau auf das Talent zu legen und Zügeder Sterilität zu zeigen.
Ich erschrak bei diesem Wort. Schwer zu sagen, warum,aber es hatte in seinem Munde, überhaupt im Zusammenhänge mitihm, etwas Apprehensives für mich, etwas, worin Bangigkeit
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