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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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Lieder sich niederringelt, - hinauf wallt.

"Alles ist freundlich wohlwollend verbunden,bietet sich tröstend und trauernd die Hand,sind durch die Nächte die Lichter gewunden,alles ist ewig im Innern verwandt."

Gewiss ganz selten in aller Literatur haben Wort und Klangeinander gefunden und bestätigt, wie hier. Es wendet Musikhier ihr Auge auf sich selbst und schaut ihr Wesen an. Diesessich tröstend und trauernd einander die Hand Bieten der Töne,dieses verwandelnd-verwandt in einander Verwoben- und Ver-schlungensein aller Dinge, - das ist sie, und Adrian Lever-kühn ist ihr jugendlicher Meister. -

Kretzschmar sorgte, noch bevor er Leipzig verliess, um alsErster Kapellmeister ans Stadttheater von Lübeck zu gehen,für die Drucklegung der Brentano-Gesänge. Schott in Mainznahm sie in Kommission, das heisst: Adrian hatte, mit Kretzsch-mars und meiner Hilfe, (wir beteiligten uns beide daran) dieDruckkosten zu tragen und blieb Eigentümer, in dem er demKommissionär einen Gewinnanteil von 20 $ an der Netto-Ein-nahme zusicherte. Er überwachte die Herstellung des Klavier-auszugs sehr genau, verlangte ein rauhes, unsatiniertes Papier,Quart-Format, einen breiten Rand, ein nicht zu enges Beieinanderder Noten. Dazu bestand er auf dem vorgedruckten Vermerk,dass die Wiedergabe in Konzerten und Vereinen nur mit Bewil-ligung des Autors und nur im Ganzen, bei Vorführung aller13 Stücke gestattet sei. Dies wurde ihm als prätentiös ver-argt und trug zusammen mit den Kühnheiten der Musik dazubei,den Liedern den Weg in die Öffentlichkeit zu erschweren.1922 erklangen sie, nicht in Adrians Gegenwart, wohl aberin meiner, in der Tonhalle von Zürich unter dem Stabe destrefflichen Dr. Volkmar Andrea wobei die Partie des Knaben,der "früh das Bein gebrochen" in den "Lustigen Musikanten" voneinem leider wirklich verkrüppelten, an einem Krückchen ge-

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