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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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den lustigen Geigentrillern, mit denen die phantastisch-kummervolle kleine Truppe bei Nacht, "wenn uns kein menschlichAuge sieht, die Liebenden in ihrer Kammer, die trunkenenGäste, das einsame Mädchen in den Zauberbann ihrer Wei3enzieht. Geist und Stimmung des Stückes, das Gespenstisch-Bänkelsängerische, zugleich Liebliche und Gequälte seinerMusik sind einzig.. Und doch zögere ich, ihm die Palme zureichen unter den dreizehn, von denen mehrere die Musik ineinem innerlicheren Sinn herausfordern, als dieses in Wortvon Musik handelnde, und sich tiefer in ihr erfüllen.

Grossmutter Schlangenköchin - das ist ein anderes derLieder, diesesMaria, wo' bist du zur Stube gewesen?, die-ses siebenmalige "Ach weh! Frau Mutter, wie weh!, das mitunglaublicher Kunst der Einfühlung die traulich-bangste undschaurigste Region des deutschen Volksliedes beschwört. Dennes ist ja so, das diese wissende, wahre und überkluge Musikum die Volksweise hier immerfort in Schmerzen wirbt. Stetsbleibt diese unverwirklicht, ist da und nicht da, klingtfragmentarisch auf, klingt an und verschwindet wieder ineinem ihr seelisch fremden musikalischen Stil, aus dem siesich doch beständig zu gebären sucht. Es ist ein ergreifenderkünstlerischer Anblick und nicht weniger als ein kulturel-les Paradox, wie, in Umkehrung des natürlichen Entwicklungs-vorganges, bei dem aus dem Elementaren das Verfeinerte, Gei-stige wächst, dieses hier die Rolle des Ursprünglichen spielt,dem sich das Einfältige zu entringen strebt.

"Wehet der Sterneheiliger Sinnleis durch die Pernebis zu mir hin.

Das ist der fast im Raum verlorene Laut, der kosmische Ozoneines anderen Stückes, worin Geister in goldenen Kähnen denhimmlischen See befahren und der klingende Lauf glänzender

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