macht einem anderen Gegenstand Platz, einem liedhaft-simplen,scherzhaft-gravitätisch-volkstümlichen, scheinbar derb vonNatur, der's aber hinter den Ohren hat und sich, bei einigerAusgepichtheit in den Künsten der orchestralen Analyse undUmfärbung, als erstaunlich deutungs- und sublimierungsfähigerweist. Mit dem Liedchen wird nun eine Weile klug und lieb-lich gewirtschaftet, es wird zerlegt, im Einzelnen betrach-tet und abgewandelt, eine reizende Figur daraus wird ausmittleren Klanglagen in die zauberischsten Höhen der Geigen-und Plötensphäre hinaufgeführt, wiegt sich dort oben ein we-nig noch, und wie es am schmeichelhaftesten darum steht,nun, da nimmt wieder das milde Blech, die Choralhymne vonvorhin das Wort an sich, tritt in den Vordergrund, fängt nichtgerade, ausholend wie das erste M:l, von vorne an, sonderntut, als sei ihre Melodie schon eine Weile wieder dabei ge-wesen und setzt sich weihesam fort gegen jenen Höhepunkt hin,dessen sie sich das erste Mal weislich enthielt, damit die*Ah!’-Wirkung, die GefühlsSchwellung desto grösser sei,jetzt, wo sie in rückhaltlosem, von harmonischen Durchgangs-tönen der Basstuba wuchtig gestütztem Aufsteigen ihn glorreichbeschreitet, um sich dann, gleichsam mit würdiger Genugtuungauf das Vollbrachte zurückblickend, ehrsam zu Ende zu singen.
"Lieber Freund, warum muss ich lachen? Kann man mit mehrGenie das Hergebrachte benutzen, die Kniffe weihen? Kann manmit gewiegterem Gefühl das Schöne erzielen? Und ich Verwor-fener muss lachen, namentlich bei den grunzenden Stütztönendes Bombardons - Wum, wum, wum - Fang! - ich habe vielleichtzugleich Tränen in den Augen, aber der Lachreiz ist übermäch-tig, - ich habe verdammter Weise von jeher bei den geheim-nisvoll-eindrucksvollsten Erscheinungen lachen müssen und binvon diesem übertriebenen Sinn für das Komische in die Theo-logie geflohen, in der Hoffnung, dass sie dem Kitzel Ruhegebieten werde, - um dann eine Menge entsetzlicher Komik in
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