darin sehen, eine Ausnahmestellung zu ihr, dass es mir umsie ganz besonders schade wäre.
'»Sie werden fragen: 'Es war dir nicht schade um die Theo-logie?' - Ich habe mich ihr unterstellt, nicht sowohl, wennauch aus diesem Grunde zugleich - , weil ich die höchsteWissenschaft in ihr sah, sondern weil ich mich demütigen, michbeugen, mich disziplinieren, den Dünkel meiner Kälte bestra-fen wollte, kurz, aus contritio. Mich verlangte nach demhärenen Kleid, dem Stachelgürtel darunter. Ich tat, wasFrühere taten, wenn sie ans Tor pochten eines Klosters vonstrenger Observanz. Es hat seine absurden und lächerlichenSeiten, dies wissenschaftliche Klosterleben, aber wollenSie verstehen, dass ein geheimer Schrecken mich abmahnt, esaufzugeben, die h. Schrift unter die Bank zu legen und in dieKunst zu entlaufen, in die Sie mich einführten, und um diees mir, als Beruf für mich, so ausnehmend schade wäre?
"Sie halten mich für berufen zu dieser Kunst und gebenmir zu verstehen, dass der 'Schritt vom Wege' zu ihr nichtgar gross wäre. Mein Luthertum stimmt dem zu, denn es siehtin Theologie und Musik benachbarte, nahe verwandte Sphären,und persönlich ist mir obendrein die Musik immer als einemagische Verbindung aus Theologie und der so unterhaltendenMathematik erschienen. Item, sie hat viel von dem Laborierenund insistenten Betreiben der Alchimisten und Schwarzkünst-ler von ehemals, das auch im Zeichen der Theologie stand,zugleich aber in dem der Emanzipation und Abtrünnigkeit, -sie war Abtrünnigkeit, nicht vom Glauben, das war garnichtmöglich, sondern im Glauben; Abtrünnigkeit ist ein Akt desGlaubens, und alles ist und geschieht in Gott, besonders auchder Abfall von ihm.
Meine Anführungen sind nahezu wörtlich, wo sie es nichtganz sind. Ich kann mich auf mein Gedächtnis recht wohlverlassen und habe ausserdem mehreres gleich nach der Lesung
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