nale Bindung. Was aber die soziale betrifft, so hat sie denHaken, dass, wenn im ökonomischen Raum alles bestmöglich re-guliert ist, die Präge nach der Sinnerfüllung des Daseinsund nach würdiger Lebensführung noch genau so offen bleibt,wie heute. Eines Tages werden wir die universelle ökonomischeVerwaltung der Erde haben, den kompletten Sieg des Kollekti-vismus, - gut, damit wird dann die relative Unsicherheit desMenschen verschwunden sein, die der soziale Katastrophencha-rakter des kapitalistischen Systems noch bestehen lässt, dasheisst: verschwunden sein wird der letzte Erinnerungsrestan die Gefährdung de3 menschlichen Lebens und damit die gei-stige Problematik überhaupt. Man fragt sich, wozu dann nochleben...
- Möchtest du das kapitalistische System erhalten, Deutsch-lin, fragte Arzt, - weil es die Erinnerung an die Gefährdungdes menschlichen Lebens wach erhält?
- Nein, das möchte ich nicht, lieber Arzt, antworteteDeutschlin ärgerlich. - Man wird ja wohl noch auf die tra-gischen Antimomien hinweisen dürfen, von denen das Leben vollist.
- Auf die braucht man garnicht hingewiesen zu werden, seufz-te Dungersheim. Es ist ja eine wahre Not damit, und als reli-giöser Mensch muss man sich fragen, ob die Welt wirklich dasalleinige Werk eines gütigen Gottes ist oder nicht vielmehreine Gemeinschaftsarbeit, ich sage nicht, mit wem.
- Was ich wissen möchte, bemerkte Von Teutleben, - dasist, ob die Jugend anderer Völker auch so auf dem Stroh liegtund sich mit den Problemen und Antinomieen plagt.
- Kaum, antwortete Deutschlin wegwerfend. - Die habenes alle geistig viel einfacher und bequemer.
- Die russische revolutionäre Jugend, meinte Arzt, -sollte man ausnehmen. Da gibt es, wenn ich nicht irre, eineunermüdliche diskursive Angeregtheit und verdammt viel dia—