stehend, ins konkret Handlungsmässige einmal ungefähr gerücktdurch das wiederholte Trompetensignal von aussen. Höchstnobel und grosssinnig ist das alles, gehalten geistvoll undeher nüchtern, auch an den "schönen” Stellen, - weder sprühend,noch allzu prächtig, noch koloristisch sehr aufregend, nureben meisterhaft, dass es nicht zu sagen ist. Wie das allesgebracht und gewendet und hingestellt ist, wie zu einem Themahingeführt und ein Thema verlassen, aufgelöst wird, in derAuflösung sich Neues vorbereitet, die Füllfigur fruchtbarwird, so dass es nicht eine leere oder flaue Stelle gibt, wieder Rhythmus sich federnd umschalte.t, eine Steigerung anläuft,Zuflüsse von mehreren Seiten aufnimmt, reissend anschwillt,in brausenden Triumph ausbricht, den Triumph selbst, denTriumpf "an sich", - ich mag es nicht schön nennen, das WortSchönheit war mir immer halb widerwärtig, es hat so ein dum-mes Gesicht, und den Leuten ist lüstern und faul zu Mut, wennsie’s sagen. Aber es ist gut, gut im Extrem, es könnte nichtbesser sein, es dürfte vielleicht nicht besser sein - -
So sprach er. Es war eine Sprechweise, die in ihrer Mi-schung aus intellektueller Selbstkontrolle und leichter Fie-berhaftigkeit auf mich unbeschreiblich rührend wirkte: rüh-rend, weil er das Fieberhafte darin bemerkte und Anstoss da-ran nahm* des Tremolos in seiner noch knabenhaft spröden Stim-me widerwillig gewahr wurde und sich errötend abwandte.
Ein mächtiger Schub musikalischer Kenntnisnahme und er-regter Beteiligung ging damals in sein Leben, um dann fürJahre, wenigstens scheinbar, völlig zum Stillstand zu kommen.