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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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- Ja, das Interesse*

- Darunter verstehst du wohl eine liehe, der man die anima-lische Wärme entzogen hat?

- Einigen wir uns auf die Bestimmung! lachte er. - GuteNacht!

Wir waren wieder heim Leverkühn 1 sehen Hause gelandet, under öffnete sich das Tor.

IX

Ich hlicke nicht zurück und hüte mich nachzuzählen, wievielBlätter ich aufgehäuft zwischen der vorigen römischen Zifferund der soeben gesetzten. Das Unglück - ein allerdings gänz-lich unerwartetes Unglück - ist geschehen, und es wäre nutzlos,mich seinetwegen in Selhstanklagen und Entschuldigungen zu er-gehen. Die Gewissensfrage, oh ich es einfach dadurch hättevermeiden können und sollen, dass ich jedem einzelnen derVorträge Kretzschmar ein besonderes Hauptstück zugewiesenhätte, muss ich verneinen. Jede gesonderte Teil-Einheit ei-nes Werkes bedarf eines gewissen Schwergehaltes, eines bestimm-ten Masses förderlicher Bedeutung für das Ganze, und diesesGewicht, dieses Bedeutungsmass kommt den Vorträgen nur inihrer Gesamtheit (soweit ich sie referiert habe),-sie kommtnicht dem einzelnen zu.

Warum aber messe ich ihnen eine solche Bedeutung bei?

Warum habe ich mich bew ogen gesehen, sie in dieser Ausführ-lichkeit wiederzugeben? Ich nenne den Grund dafür nicht zumersten Mal. Es ist einfach der, dass Adrian diese Dinge da-mals hörte, dass sie seine Intelligenz herausforderten, sichin seinem Gemüte niederschlugen und seiner Phantasie einenStoff boten, den man Nahrung nennen mag, oder Heizung, denn

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