und g nach C-dur und in die mit VerminderungsZeichen verse-henen Tonarten, indem er mir demonstrierte, dass man auf ei-nem jeden der zwölf Töne der chromatischen Leiter eine eigeneDur- oder Moll-Skala errichten könne.
- Übrigens sind das alte Geschichten, sagte er. - Es istlänger her, dass mir das auffiel. Pass auf, wie man es fei-ner macht! Und er fing an, mir Modulationen zwischen entle-generen Tonarten zu zeigen, unter Ausnutzung der sogenanntenTerzverwandtschaft, der Neapolitanischen Sext.
Nicht, dass er diese Dinge zu nennen gewusst hätte; aberer wiederholte::
- Beziehung ist alles. Und willst du" sie näher bei Namennennen, so ist ihr Name ,r Zweideutigkeit". Um dies Wort zubelegen, liess er mich Akkord-Polgen von schwebender Tonarthören, demonstrierte mir, wie eine solche Folge in tonalerSchwebe zwischen C- und G-dur bleibt, wenn man das f darausweglässt, das in G-dur zum fis würde; wie sie das Ohr im Un-gewissen hält, ob sie als C- oder P-dur verstanden sein will,wenn man das h vermeidet, das sich in P-dur zum b vermindert.
- Weiset du, was ich finde? fragte er. - Dass Musik dieZweideutigkeit ist als System. - Nimm den Ton oder den. Dukannst ihn so verstehen oder beziehungsweise auch so, kannstihn als erhöht auffassen von unten oder als vermindert vonoben und kannst dir, wenn du schlau bist, den Doppelsinnbeliebig zunutze machen. Kurz, im Prinzip erwies er sichkundig der enharmonisehen Verwechslung und nicht unkundiggewisser Tricks, wie man damit ausweicht und die Umdeutungzur Modulation benutzt.
Warum war ich mehr als überrascht, nämlich bewegt und auchein wenig erschrocken? Er hatte erhitzte Wangen, wie er siebei Schulaufgaben niemals, auch bei der Algebra nicht bekam.
Zwar bat ich ihn, mir doch noch etwas vorzuphantasieren,spürte aber etwas wie Erleichterung, als er es mir mit einem
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