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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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in die Augen, während Adrian, wie ich wohl sah, von unter-drücktem Lachen geschüttelt wurde.

Für mein Teil muss ich anheimstellen, oh dergleichen zumLachen oder zum Weinen ist. Las eine nur sage ich: Gespen-stereien wie diese sind ausschliesslich Sache der Natur, undzwar besonders der vom Menschen mutwillig versuchten Natur.Im würdigen Reiche der Humaniora ist man sicher vor solchemSpuk.

IV

La der vorige Abschnitt ohnedies über Gebühr angeschwollenist, tue ich gut, einen neuen zu eröffnen, um doch auch miteinigen Worten dem Bilde der Buchel-Wirtin, Adrians lieberMutter, zu huldigen. Möge es immer sein, dass die Lankbar-keit, die man für seine Kindheit empfindet, dazu die schmack-haften Imbisse, die sie uns auftischte, dieses Bild verklären,

- ich sage doch, dass mir in meinem Leben keine anziehendereFrau vorgekommen ist als El3beth Leverkühn, und ich sprechevon ihrer schlichten, intellektuell durchaus anspruchslosenPerson mit der Ehrerbietung, die die Überzeugung mir einflösst,dass das Genie des Sohnes der vitalen Wohlschaffenheit dieserMutter viel zu danken hatte.

Wenn es mir Freude machte, den schönen altdeutschen Kopfihres Gatten zu betrachten, - auf ihrer so ganz und gar ange-nehmen, eigentümlich bestimmten und klar proportionierten Er-scheinung verweilten meine Augen nicht weniger gern. Aus derGegend von Apolda gebürtig, war sie so brünetten Typs, wie esin deutschen Landen zuweilen vorkommt, ohne dass die erfass-bare Genealogie eine Handhabe zur Annahme römischen Blutein-schlages böte. Ler Lunkelheit ihres Teints, der Schwärze

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